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23.03.98

AVIONS MIGNET

Werdet Ihr's glauben ? Dies hier ist der Cordouan ! Oder wenigstens die Versuchsmaschine, die der Realisierung des Cordouan gedient hat.

Es ist nicht einfach von Alain Mignet zu sprechen, denn sein Name ist eng verbunden mit dem Wiederaufleben der Zivilluftfahrt seit den 20iger Jahren in Frankreich und in der gabzen Welt. Sein Grossvater, Henri Mignet, hat den "lebenden Flügel" und die daraus entstandene "Pou du Ciel" (Himmellaus) erfunden und mehrere Flugarten studiert, Helikopter inbegriffen (den HM 7 einem Motor mit... 11 CV).

Die 20iger Jahre: Der Himmel ist nur für eine Elite reserviert, die so eine spezielle Klasse formen. Henri Mignet sieht dies jedoch anders: Er möchte, dass soviele als nur möglich den Flugschein machen können und dass dazu die Sicherheit im gleichen Masse erhöt wird.

Diese Ansicht brachte ihm jedoch viel Feindseligkeiten ein, obschon er einer der Wenigen war, der sein Talent und seinen Mut allen kostenlos zur Verfügung stellte. Da er eher in die Zukunft blickte, hatte er auch dazu beigetragen, dass das Volk sich für Luftsporte interessiert.

Wenn Sie wissen möchten, was aus seinen Ideen und deren Weiterentwicklung geworden ist, können Sie sich beim Hauptsitz der Firma "Le Sport de l'Air" sein Buch - Ausgabe 1994 - bestellen, wovon hier die links abgebildete Gravur stammt. Ein spannendes Buch für alle UL-Liebhaber, das Ihnen viele Dinge über Aerodynamik und anderes mehr lehrt.



Henri Mignet hat mit dem Bau von klassischen Maschinen begonnen, hat sie aber dann abgelehnt, da sie zu gefährlich waren. Er hat dann nach und nach da Konzept des "lebenden Flügels" zustande gebracht, was danach wiederum zur Kreation der "Pou du Ciel", des Balerit und schlussendlich des aktuellen Cordouan führte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Henri Mignet die grösste Angst jedes Piloten sozusagen zunichte machen konnte. Es geht dabei selbstverständlich unm das Loshaken. Dieses Phänomen hat von Anfang der Luftfahrt an - und auch heute noch - die meisten Toten gefordert. Das Prinzip von Mignet ist einfach: Die Flügel sind verschoben, einer davon mit veränderbarem Anstellwinkel, was "ganz einfach" erlaubt, die Luftnetze ans Profil zu kleben und so ein Loshaken zu vermeiden. Eine solche Maschine wird runter gehen wie ein "Fallschirm" und bleibt doch total steuerbar. Warum also haben nicht alle Flugzeuge eine solche Vorrichtung ?

Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich vielseitig, aber der Hauptfaktor ist sicher die geradezu sprichwörtliche Trägheit der Luftfahrindustrie gegenüber jeglicher Neuheit. Man denke nur an die Schwirigkeiten, mit welchen die neuen Motoren um den Durchbruch kämpfen, obwohl sie endlich moderne Lösungen für ULs bringen... und dann handelt es sich auch noch um Zweiachser.

Doch kommen wir zum Cordouan zurück. Diese Maschine feiert dieses Jahr ihr 10 Jubiliäum. Sie wurde 1988 entwickelt und wir hatten einen kleinen Einblick in einige Original-Zeichnungen und -Pläne (siehe unten).



Als sich die Familie Mignet damals der Entwicklung der UL-Bewegung bewusst wurde, wollte sie ihrer Kundschaft unbedingt einen konventionelleren Apparat anbieten als den Balerit, ohne jedoch dessen Sicherheitscharakteristiken zu verlieren. Daher kommt es, dass der Motor am Vorderbug angebracht wurde und weitere Anpassungen sorgten dafür, dass das Fliegen wie mit einem gewöhnlichen Dreiachser möglich war. Der ertse Flug der Versuchsmaschine fand 1989 statt. Diese Maschine wurde dann nach und nach verbessert, um schlussendlich zum Modell, wie wir es heute kennen, zu kommen.

Der HM 1100 Cordouan hat seinen ersten Flug am 18. Juni 1996 abgehalten und wurde dem Publikum im Juni 1997 vorgestellt.

Seither hat er - unter anderem - einen Tour de France mitgemacht und so wurde auch die Reise-Kapazität dieses UL hervorgehoben. Er erbringt gute Leistungen mit einer Reisegeschwindigkeit von ca. 160 km/h (Vne 190 km/h, unter volle Ladung mit einem Rotax 912, und zeigt einer Aufstieg von 4.5 m/s.


Der Cordouan kann, wie die Balerit, von einer einzigen Person in wenigen Minuten zusammengeklappt werden. So zusammengeklappt braucht er nur einen Platz von 5.07 x 2.50 x 2.31 m.

Dies ist umsomehr von Vorteil, da die UL-Einstellhallen sich immer mehr füllen. Er kann übrigens problemlos auf seinem Anhänger verladen werden. Die Einfacheit des Klappmechanismus ist wirklich seht praktisch.



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